Sign In
New User? Sign Up
slep_afrika · Slep - Transafrika
? Already a member? Sign in to Yahoo!

Yahoo! Groups Tips

Did you know...
You can set the sort order of messages? Just click on the link in the date column. Your preferences will be remembered, so you don't have to do it again when you return.

Messages

  Messages Help
Advanced
Durchgeheizt   Message List  
Reply | Forward Message #12 of 32 |
In Addis Abeba hatten wir eigentlichj ein perfektes Timing, nur auf
den Typ vom Internet-Access konnten wir nicht laenger warten, so dass
wir den Bericht erst jetzt abschicken konnten, selbst in Nairobi
haben wir nur 15min gehalten um aus einem Automaten Geld zu ziehen
(das Internet-Cafe war direkt daneben - es tat mir in der Seele weh).
Aber zurueck zum wunderschoenen Aethiopien, wir haben Addis Abeba
also letzten Sonntag mittag verlassen, ohne einen neuen Stossdaempfer
besorgt zu haben, schliesslich war Sonntag und Kenmia, das Land wo es
angeblich wieder alles gibt, nicht mehr weit. In Awasa besuchten wir
Jana Franke aus Berlin, die dort mit ihrem aethiopischen Mann seit
kurzem ein Restaurant betreibt - fuer sie und fuer uns war es sehr
erholsam mal wieder "zivilisierte" Menschen zu treffen. Entlang der
Strasse trugen die Leute jetzt immer weniger Kleidung, dafuer hatten
die Maenner ab und an schon mal einen Speer dabei (warum sollte sich
dann auch bald herausstellen). Die von den Autos verursachten
Tierkadaver wurden von Geiern und Marabus verspeist und wir haben
sogar einen Vogelstrauss gesehen, mal was anderes als immer nur
Ziegen, Esel und Kamele. In Yavello habe ich mich doch wieder
breitschlagen lassen einem Jungen fuer seine Hilfsbereitschaft 5Birr
(1,5DM) zu geben. Das war jetzt endgueltig das letzte Mal, dann
sollen sie doch vorher sagen, dass sie Geld haben wollen, dann kann
ich imernoch ablehnen. 10km vor Moyale ist unser geflickter
Schalthebel wieder gebrochen, genau bei solchen Leuten mit Speeren,
aber die haben nur geglotzt, es ist vermutlich auch ein seltsamer
Anblick: Mann steigt aus, Frau rutscht auf den Fahrersitz und tritt
die Kupplung, Mann legt sich unter das Auto und legt den 1. Gang ein,
Frau setzt sich wieder auf den Beifahrersitz, Mann steigt ein und
macht den Motor an, Auto faehrt im Schrittempo weg. Als es wieder
bergab ging angehalten und versucht im 2., 3. oder 4. Gang
anzufahren, je nach Steigung, falls der Gang zu hoch gewaehlt war,
musste bergauf wieder der 1. Gang eingelegt werden. Spassig wurde es
dann in Moyale, als auch noch der Rueckwaertsgang dazu kam.
Eigentlich wollten wir gleich nach Kenia, aber der Zoll hatte gerade
Lunchtime, also Zeit nutzen und irgendwie versuchen das Teil zu
reparieren. Da kam einer und wollte uns helfen, zeigte uns eine
Werkstatt, die fuer di 1cm lange Schweissnaht umgerechnet 40DM haben
wollte (Strom zum schweissen gibt es aber erst in 3h), ich habe
dankend abgelehnt und den Helfer noch ordentlich zusammengestaucht,
da die Schleimbacke fuer den Tip schon wieder Geld haben wollte. Dann
Ausreise Aethiopien und Einreise Kenia, wofuer der aegyptische Zoll
6h benoetigte, das schaffte der kenianische in 1,5min.
Auf der kenianischen Seite von Moyale hatten dan irgendwann Said und
Alui Mitleid mit uns und erloesten uns von der unsere Scheiben
abschlabbernden Menschenmasse, waehrend ich versuchte das Auto zu
reparieren, indem sie uns in ihr Haus mit einem grossen ummauerten
Hof einluden und uns mit Rat, Tat und Material unterstuetzten, ohne
etwas dafuer zu verlangen.
Zu dem vor uns liegenden Streckenabschnitt Moyale-Marsabit-Isiolo
steht in unserer Bibel woertlich:"Konvoipflicht, haeufige Ueberfaelle
die meistens toedlich enden"
Wir erkundigen uns bei der Polizei ob die Strecke sicher sei, als
Antwort empfahl man uns eine Eskorte, d.h. 2 Polizisten fahren bei
uns mit und kriegen Geld dafuer (abgelehnt). Dann also um 8:00 Konvoi
fahren. Der bestand aus einem Lastwagen und uns=> 2 Polizisten
sollten bei uns mitfahren ohne Geld zu bekommen (abgelehnt), falls
etwas mit dem Auto passiert koennten sie uns helfen. Dann sollen wir
schon mal vorfahren, so dass wenn etwas passiert der Lastwagen uns
dann trifft (ach so). In Marsabit ist dann tatsaechlich etwas
passiert: Im Regen uebersahen wir einen Speed-Blocker, so dass
seitdem hinten links neben dem Rumpeln vom Stossdaempfer noch ein
metallisches Scheppern zu hoeren ist. Am naechsten Tag ging es auf
der nervtoetenden Wellblechpiste weiter, wieder ohne Eskorte und ohne
Konvoi, dafuer haeten wir beinahe einen auf der Piste liegenden
Leoparden mit seinem Jungen ueberfahren (Susanne geht jetzt nicht
mehr so schnell hinter den Busch). Die Nacht verbrachten wir im
Samburu-Nationalpark. Auf dem Weg zum Campingplatz (45min) haben wir
zur Freude der Kinder so ziemlich alle wilden Tiere dieses Kontinents
gesehen (warum die nun alle hier sind weiss ich auch nicht, Zaeune
gibts naemlich nicht). Am Freitag sind wir dann am Mount Kenia vorbei
ueber den Aequator durch Nairobi und Mombasa bis nach Tiw-Beach
gefahren um Annette zu treffen, die extra hierher geflogen ist uns zu
besuchen. Wir campen direkt am Strand unter Kokosnusspalmen und
machen ein wenig Urlaub vom Reisen, was hier ueberhaupt nicht schwer
faellt. Es gibt den Mango-Man, der Obst und Gemuese vorbei bringt,
und Mr. Sefood-Supply, der seine frische Beute anbietet, man braucht
sich gar nicht zu bewegen, es ist fast paradiesisch, aber ich spuere
trotzdem eine Unruhe und schaue mir die Karten vom suedlichen Afrika
an um die naechsten Routen festzulegen.

Bis dahin
Susanne Leo Elisa Peter




Mon Dec 3, 2001 10:28 am

slep_afrika
Offline Offline
Send Email Send Email

Forward
Message #12 of 32 |
Expand Messages Author Sort by Date

In Addis Abeba hatten wir eigentlichj ein perfektes Timing, nur auf den Typ vom Internet-Access konnten wir nicht laenger warten, so dass wir den Bericht erst...
slep_afrika@...
slep_afrika
Offline Send Email
Dec 3, 2001
10:28 am
Advanced

Copyright © 2009 Yahoo! UK. All rights reserved.
Privacy Policy - Terms of Service - Guidelines - Help