Nachdem wir uns in Tiwi-Beach gut erholt haben geht die Reise jetzt
weiter. Zwei Tage vor der Abfahrt trauten wir unseren Augen nicht,
als James und Rachel, ein englisches Paar welches wir in Gizah kurz
getroffen hatten und die von Suez aus nach Mombasa verschifft hatten
(12 Tage sollte es dauern, wir waren manchmal ganz schoen neidisch),
auch in Tiwi-Beach einfuhren. Sie hatten statt 12 Tagen 5 Wochen auf
ihr Auto gewartet und mussten zwischendurch fuerchten, es ueberhaupt
nie wieder zusehen, der Container war aufgebrochen, genau wie das
Auto, und einige Sachen geklaut. Dagegen ging es uns echt gut und wir
haben noch was gesehen vom Kontinent. James hat dafuer ein Kuerzel:
DiA (Dis is Africa).
Mit den Beiden sind wir zusammen zum Masai Mara Nationalpark
gefahren. Auf dem Weg dorthin verbrachten wir eine Nacht in dem
verlassenen Lion Hill Safari Camp (Nomen est Omen). Nach der
Daemmerung hoerten wir Geraeusche, wie man sie sonst nur im
Raubtierhaus kurz vor der Fuetterung vernimmt. Hier nun ohne Zaun 20m
entfernt - James meinte "Peter, let's engage the fire" und warf
eilig, den gesamten Holzvorrat auf das Feuer. In der Nacht, erkennbar
an einem 1qm grossem Kothaufen in 3m Entfernung vom Auto, war
offensichtlich noch ein Elefant zu Besuch. Leo meinte die Loewen
wollten uns erzaehlen, dass der Elephant kommt, wir haben sie nur
nicht verstanden.
In der Masai Mara campierten wir in einem privatem Lager eines
Bekannten von James und Rachel. Hier hatten wir endlich mal wieder
Gelegenheit (seit dem Ritt zu den Pyramiden) unsere festen Afrika-
Schuhe anzuziehen, da der Boden so stoppelig war. Ansonsten erlaufen
wir Afrika landestypisch in Badelatschen.
Nun sind wir in Tansania und finden alles ganz super entwickelt
(Susanne sieht nur die landwirtschaftlichen Projekte und denkt an
ihren Onkel, der dies wohl alles angestossen hat). Das Land scheint
eine angenehme Mischung aus allen zuvor bereisten Laendern zu sein.
Die Leute sind neugierig freundlich aber nicht aufdringlich. Die
Landschaft bietet alles von Schwarzwald bis Grassavanne und abends
kuehlt uns ein regelmaessiger heftiger Schauer.
Morgen fahren wir nach Malawi um uns zu Weihnachten mit Axel in
Lusaka zu treffen. Der Lake Malawi bietet noch einige von
Reisebekanntschaften empfohlene sehenswerte Staetten. Wir melden uns
spaeter wieder und hoffen bis dahin auch etwas in unserer Mailbox zu
finden (seit Assuan hat eure Schreibfreude ganz schoen nachgelassen).
Frohe Ostern und guten Rutsch
(Hier denkt man irgendwie garnicht an Weihnachten)
Susanne Leo Elisa Peter