In Namibia kannte der Schoepfer kein Mittelmass, die Landschaft ist
entweder sterbens langweilig oder atemberaubend. Der Caprivi-Streifen
und das zentrale Hochland gehoert in erstere Kategorie, der
Kuestenbereich in die zweite, weshalb wir uns vornehmlich dort
aufhielten. Hinzu kam, dass man in der Gegend sogar noch Land finden
konnte, welches nicht einer privaten Farm zugeteilt ist. Endlos
erstrecken sich sonst die Zaeune links und rechts parallel der
Strasse. Auf jeden Fall sind wir jetzt wieder in der Zivilisation: In
den kleinsten vertraeumten Doerfern gibt es Spar-Supermaerkte, auf
den Strassen und Campingplaetzen trifft man zahlreiche Urlauber im
Mietwagen bzw. Overlander und die Nationalparks sind mehr am Menschen
als an den Tieren orientiert (und eingezaeunt natuerlich).
Wir fuhren den Caprivi-Streifen im Konvoi, der erste der funktioniert
hat, entlang zu unserem letzten Nationalpark, die Etosha-Pfanne. Dort
erhielten wir von einem streng blickenden Ranger bei einem unserer
Ausfluege eine schriftliche Verwarnung wegen Aussteigens aus dem
Auto, was streng verboten ist. Wenn der gewusst haette, dass wir am
Tag vorher schon ein paar Schritte vom Auto weggelaufen waren um Papa-
Loewe, das Tier was uns noch "fehlte", genauer zu betrachten...
Uns zog es nach soviel Wueste dann aber doch nun endlich zum
Atlantik. wir befuhren den zugelassenen Teil der Skeleton-Coast -
hoechst beeindruckend, mit unglaublichen Faerbungen des Himmels, der
Wueste und des Wassers.
Eine der hoechsten Duenen der Welt in Sossusvlei sahen wir von
weitem - Susanne hatte keine Lust auf Sandbleche etc.
Swakopmund erfuellte das, was man vorher schon gehoert hatte. Wir
fruehstueckten im "Thueringer Hof", alles sprach und hiess deutsch,
allerdings auf komisch-altmodische Weise was amuesierte.
Durch einen Tip von Reisenden blieben wir zwei Tage auf einer
Straussen-Zuchtfarm (mit taeglichem Besuch und fachkundiger Fuehrung)
mit angeschlossenem Campingplatz, den wir mal wieder alleine
bewohnten. Wir waren uns sofort sicher das dies der schoenste aller
Plaetze unserer gesamten Reise war. Gelegen in einer Schlucht
riesiger Felsbloecke mit Blick ins naechste Tal - schon fast
unwirklich. Ausserdem waren saemtliche Einrichtungen
(Freiluftkuechenzeile, Klo etc.) wohl von einem entworfen und gebaut,
der dies zum Lieblingshobby gemacht hat. Auf dem Weg zu diesem
Paradies ueberraschte uns noch ein Gewitter wie wir es noch nicht
erlebt hatten, mit Blitzen 20m entfernt - die Kinder staunten nur
noch.
Der zweitgroessten Canyon der Welt, wir wohnten auf einem Zeltplatz
der FDGB-Charme aber einen grossen Pool hatte - Relaxing. Auf zur
letzten Etappe.
Bis dahin
Susanne Leo Elisa Peter